Arbeitsschutzhandschuhe
Arbeitsschutzhandschuhe zum Einmalgebrauch: Schutz und Tastgefühl für die Praxis
Arbeitsschutzhandschuhe sind Handschuhe, die als persönliche Schutzausrüstung (PSA) die Hände der tragenden Person vor Gefährdungen am Arbeitsplatz schützen. In dieser Kategorie finden Sie Einweg-Schutzhandschuhe aus Nitril, die Chemikalienschutz mit dem Tastgefühl eines Einmalhandschuhs verbinden. Sie eignen sich für Reinigung, Werkstatt, Lebensmittelverarbeitung, Labor und überall dort, wo Sie mit Reinigungs-, Desinfektions- oder Betriebsstoffen arbeiten. Beispiele sind griffige Nitrilhandschuhe der Linie ALPHA, deren Schutzstufen Sie in der jeweiligen Artikelbeschreibung finden.
Was unterscheidet Arbeitsschutzhandschuhe von einfachen Einmalhandschuhen?
Entscheidend ist die Einstufung als PSA nach der Verordnung (EU) 2016/425 und die Prüfung nach einer Schutznorm. Ein einfacher Einmalhandschuh dient häufig der Hygiene, ein Arbeitsschutzhandschuh dagegen dem Schutz Ihrer Haut vor einem bestimmten Risiko. Die PSA-Verordnung unterscheidet drei Kategorien: Kategorie I für minimale Risiken, Kategorie II für mittlere Risiken und Kategorie III für Risiken mit möglichen schweren oder irreversiblen Gesundheitsfolgen, wozu der Kontakt mit gefährlichen Chemikalien gehört. Einweg-Schutzhandschuhe gegen Chemikalien sind deshalb PSA der Kategorie III. Einen Überblick über alle Materialien und Normen gibt die Hauptkategorie Einmalhandschuhe.
Normen für Arbeitsschutzhandschuhe richtig lesen
Normen legen fest, wofür ein Schutzhandschuh geprüft wurde. Auf Verpackung und Artikelseite finden Sie dazu Piktogramme mit Kennbuchstaben oder Typangaben. Die wichtigsten Normen für Einweg-Arbeitsschutzhandschuhe im Überblick:
- EN ISO 21420: allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe, etwa Größen, Kennzeichnung und Herstellerinformationen
- EN ISO 374-1: Schutz vor Chemikalien, eingeteilt in Typ A, B und C nach Zahl der Prüfchemikalien und Durchbruchzeit
- EN ISO 374-5: Schutz vor Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen, Viren als gesondert gekennzeichnete Zusatzprüfung
- EN 388: Schutz vor mechanischen Risiken wie Abrieb und Schnitt, relevant vor allem bei Mehrweg-Arbeitshandschuhen
Die Typen nach EN ISO 374-1 unterscheiden sich so: Typ A ist gegen mindestens sechs Prüfchemikalien je mindestens 30 Minuten geprüft, Typ B gegen mindestens drei je mindestens 30 Minuten und Typ C gegen mindestens eine mindestens 10 Minuten. Diese Werte stammen aus Laborprüfungen. Wärme, Dehnung und Stoffgemische können die tatsächliche Schutzdauer verkürzen. Prüfen Sie deshalb zusätzlich, ob der Stoff, mit dem Sie arbeiten, in den Herstellerangaben aufgeführt ist.
Arbeitsschutzhandschuhe aus Nitril: Material und Grip
Nitril ist das gängige Material für Einweg-Arbeitsschutzhandschuhe, weil es latexfrei ist und gegenüber Ölen, Fetten und Reinigungsmitteln eine gute Beständigkeit zeigt. Dickere Ausführungen halten Belastungen besser stand als dünne Standardhandschuhe und eignen sich daher für längere Arbeitsschritte. Eine strukturierte Oberfläche verbessert den Halt an nassen, öligen oder glatten Teilen, wie bei den High Grip Handschuhen. Beachten Sie, dass Nitril Vulkanisationsbeschleuniger enthalten kann, die bei empfindlicher Haut eine Kontaktallergie vom Spättyp auslösen können.
Auffällige Farben wie Orange haben im Arbeitsschutz einen praktischen Nutzen: Ein abgerissenes Handschuhstück fällt auf Werkstück oder Lebensmittel sofort auf, und Arbeitsbereiche lassen sich farblich trennen. Schwarze Arbeitsschutzhandschuhe kaschieren dagegen Öl- und Schmutzspuren. Über den Schutz sagt die Farbe nichts aus; maßgeblich sind die angegebenen Normen.
Einsatzbereiche für Einweg-Arbeitsschutzhandschuhe
Einweg-Arbeitsschutzhandschuhe passen dort, wo Chemikalienkontakt und Fingerspitzengefühl zusammenkommen. In der Reinigung schützen sie bei der Arbeit mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, in der Werkstatt beim Umgang mit Ölen und Fetten. In der Lebensmittelverarbeitung kommen Ausführungen zum Einsatz, die zusätzlich für den Lebensmittelkontakt ausgewiesen sind, erkennbar am Symbol mit Glas und Gabel. Im Labor und in der Kosmetik schützen sie beim Umgang mit Lösungsmitteln und Präparaten.
Für schwere mechanische Arbeiten, Schnittgefahr, Hitze oder Kälte sind Einweghandschuhe nicht gedacht. Hier sind Mehrweg-Arbeitshandschuhe mit entsprechender Prüfung nach EN 388, EN 407 oder EN 511 die richtige Wahl. Grundlage jeder Auswahl ist die Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs und das Sicherheitsdatenblatt der verwendeten Stoffe.
Arbeitsschutzhandschuhe richtig auswählen und tragen
Die passende Größe ist bei Schutzhandschuhen eine Frage der Sicherheit: Zu enge Handschuhe werden stärker gedehnt, was die Schutzwirkung mindern kann, zu weite verringern den Halt. Messen Sie den Handumfang über den Knöcheln ohne Daumen und vergleichen Sie ihn mit der Größenangabe im Artikel. Ziehen Sie die Handschuhe auf trockene Hände an, wechseln Sie sie nach Ende der angegebenen Schutzdauer, bei Durchfeuchtung oder sichtbarer Beschädigung sofort. Nach Kontakt mit Gefahrstoffen entsorgen Sie die Handschuhe nach den Vorgaben im Sicherheitsdatenblatt und denen Ihres örtlichen Entsorgers.
Häufige Fragen zu Arbeitsschutzhandschuhen
Sind Einweg-Arbeitsschutzhandschuhe stichsicher?
Nein. Einweghandschuhe bieten keinen Schutz vor Stichen durch Kanülen, Nadeln oder scharfe Kanten. Bei solchen Risiken sind geeignete Mehrweg-Schutzhandschuhe oder andere Schutzmaßnahmen nötig.
Woran erkenne ich, ob ein Handschuh gegen meine Chemikalie schützt?
Am Piktogramm nach EN ISO 374-1 mit Typangabe und an den Herstellerangaben zu den geprüften Stoffen. Ist Ihr Stoff dort nicht aufgeführt, hilft das Sicherheitsdatenblatt des Stoffs, das Hinweise zum geeigneten Handschuhmaterial enthält.
Dürfen Arbeitsschutzhandschuhe mit Lebensmitteln in Kontakt kommen?
Nur wenn der Artikel ausdrücklich dafür ausgewiesen ist, etwa durch das Symbol mit Glas und Gabel. Chemikalienschutz und Lebensmitteleignung sind zwei getrennte Eigenschaften, die einzeln geprüft und angegeben werden.